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Erfahrungen bei Netzeinspeisebegrenzung

Verfasst: 20.Jun 2026, 15:25
von Uli
Ich möchte an dieser Stelle meine Erfahrungswerte mit der SolarEdge Anlage meines Bruders (10kW Hybrid-Wechselrichter, 14kWp Module, SE Speicher) ohne erlaubte Netz-Einspeisung teilen: Wenn im Haus nicht genügend Stromverbrauch vorhanden ist, dann werden Module vom Wechselrichter abgeschaltet, damit kein Strom ins Netz fließen kann. Dadurch wird die Überschussladung eines E-Autos schwieriger.

Szenario 1 (sonniger Tag, maximale PV-Leistung)
Am Dach sind 14kWp, der Wechselrichter kann aber maximal 10kW ans Haus abgeben. Sobald der Hausverbrauch über 10kW steigt, produziert die PV zwar über 10kW, aber der Strom geht dann nur mehr in den Speicher (und die Anlage drosselt wieder, sobald dieser voll ist).
Wenn Auto plus Haus z.B. 12 kW benötigen und der PV-Speicher mit dem vorhandenen Überschuss größer 10kW lädt, dann entsteht trotzdem ein Netzbezug von 2kW.

Lösung: In den Einstellungen gibt es die Option „Max. DC/AC-Leistung“, die man auf 10kW setzen kann. Dann regelt die App die Ladeleistung des Autos inkl. Hausverbrauch auf max. 10kW und es entsteht kein unnötiger Netzbezug.

Szenario 2:
Solange der Speicher geladen wird, startet die Wallbox-Steuerung die Autoladung, da die mögliche Ladeleistung vom Speicher bekannt ist.
Wenn der Speicher aber voll ist, dann ist wegen der PV-Modul-Drosselung kein Überschuss sichtbar und die Ladung startet nicht.

Lösung: Aktiviert man einen Boost (z.B. immer 5000W solange SoC>90%), dann startet die Ladung und regelt dynamisch wie gewünscht weiter.

In der App sind wirklich schon viele Optionen verfügbar (wie die zufällig entdeckte Max. DC/AC-Leistung), die das oben beschriebene Problem gelöst haben (sorry Christian für die Mail-Flut während deines Urlaubs :D )

Mit ein paar Einstellungen lässt sich die Wallbox-Steuerung auch bei einer Netzeinspeisebegrenzung super verwenden!